Historisches

Raderach liegt im südöstlichen Teil des Linzgaus und wurde erstmals urkundlich im 12. Jahrhundert als „Radirai“ erwähnt

Als sich das Eis der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren aus dem Voralpengebiet zurückgezogen hatte, blieben ovale Moränenhügel, die so genannten „Drumline“ zurück. Auf so einem Drumlin liegt heute das idyllische Dorf Raderach. Die Ritter von Radirai errichteten auf der Spritze des Drumlins ihren Stammsitz, die Fichtenburg.

1836/37 ließ der letzte private Besitzer des Schlosses Stein für Stein abtragen, da er glaubte, dass in dem alten Gemäuer kostbare Schätze versteckt sind. Es wurde jedoch nichts gefunden. Aus den Steinen des Schlosses wurden die Dorfkapelle „Mariä Heimsuchung“ und der Gasthof Krone gebaut.Im Keller des Gasthauses Krone befindet sich noch heute der ursprüngliche Schlossbrunnen als einzig erhaltenes Relikt. Der Brunnen besaß ursprünglich eine Tiefe von ca. 60 Metern.

Während des 2. Weltkrieges kam Unruhe in das dörfliche Alltagsleben. Im Großen Ried wurde eine Versuchsanstalt für die Vergeltungswaffe 2, kurz „V2“gebaut. Wernher von Braun hat hierfür Prüfstände und eine Anlage zur Erzeugung von flüssigem Sauerstoff errichtet.1971 wurde die Ortschaft Raderach im Zuge der Gemeindereform nach Friedrichshafen eingemeindet.