Dienstag, 17. Februar 2026

Unterirdische Seewasserleitung wird verlegt

Die energetische Sanierung des Graf-Zeppelin-Hauses (GZH) ist in vollem Gange. Die Wärme- und Kälteerzeugung im Gebäude soll ohne fossile Brennstoffe auskommen. Eine Wärmepumpenanlage nutzt zukünftig die thermische Energie des Bodensees. In den kommenden Wochen wird dafür eine neue Seewasserleitung verlegt.

Bohgerät auf der GZH Baustelle
Das Bohrgerät für die Spülbohrung ist auf der GZH Baustelle bereit für seinen Einsatz.

Für die Pumpenanlage wird Bodenseewasser in einer Tiefe von etwa 15 Metern entnommen und in ein Pumpenhaus auf dem Gelände des GZHs weitergeleitet. Die bestehenden Seewasserleitungen sind entsprechend der aktuellen Richtlinien nicht mehr zulässig, daher müssen neue Leitungen verlegt werden. Die neue Seewasserleitung wird insgesamt eine Länge von 850 Metern haben, 700 Meter werden unterirdisch und 150 Meter auf dem Seegrund verlegt. Dafür ist eine unterirdische Spülbohrung ab dem Seeufer notwendig, die mit einem großen Spezialbohrer umgesetzt wird. Dieses Gerät ist bereits auf der Baustelle beim GZH eingetroffen und wird voraussichtlich gegen Ende Februar zum Einsatz kommen. Die Anwohner rund um das GZH müssen mit keiner Lärmbelastung rechnen, da das Bohrgerät elektrisch betrieben wird. 

Der Vorteil der Wärmepumpenanlage ist vor allem die gleichzeitige Nutzung von Wärme und Kälte. Die zweifache Verwendung ist besonders in den Übergangszeiten von Heiz- auf Kühlbetrieb von Vorteil. Sowohl die Abwärme als auch die Kälte kommen dem GZH zugute, nach der thermischen Nutzung wird das Wasser über das angrenzende Hafenbecken beim GZH in den See zurückgeleitet.

Sobald die Seewasserbohrung erfolgreich abgeschlossen wurde, dies wird mehrere Wochen dauern, kann mithilfe mehrerer Schiffe die Seewasserleitung im Bodensee verlegt werden. Darüber berichtet die Stadt Friedrichshafen nochmals gesondert. 

Die Baumaßnahme ist mit dem GZH und den beiden GZH-Gastronomen abgestimmt. Sowohl die Grüter Gastronomie mit ihrem Cateringbetrieb und der Seeterrasse, als auch das Kurgartencafé mit Pächterin Candy Frankl halten den Betrieb während der Bauphase aufrecht. Auch das Veranstaltungsprogramm im Graf-Zeppelin-Haus läuft weiter, Baubereiche und Bauzeitenpläne werden laufend mit dem GZH-Veranstaltungskalender abgestimmt.

Weitere Informationen zur energetischen Sanierung und allen Baumaßnahmen finden Sie unter: https://www.friedrichshafen.de/gzh-sanierung