Montag, 08. Juni 2026

Stadtarchiv: Ausstellung beleuchtet Psychiatrie

Wie eng Medizin und Verbrechen im Nationalsozialismus verbunden sind, zeigt die Wanderausstellung „Psychiatrie und den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten“, die ab Mittwoch, 17. Juni im Stadtarchiv Friedrichshafen zu sehen ist. Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 16. Juni, 19 Uhr.

Im Mittelpunkt steht die ehemalige staatliche Heilanstalt Zwiefalten in den Jahren 1933 bis 1945. Im Frühjahr 1940 wurde die Einrichtung im Rahmen der „NS-Euthanasie“ zur „Zwischenanstalt“ für die Tötungsanstalt Grafeneck bei Münsingen. Bis zu 1.800 Menschen wurden von Zwiefalten aus nach Grafeneck deportiert und dort ermordet.

Die Wanderausstellung des Württembergischen Psychiatriemuseums beleuchtet die Psychiatrie während der NS-Zeit und vermittelt lokale und regionale Aspekte der Jahre 1933 bis 1945. 

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 16. Juni, 19 Uhr im Stadtarchiv mit Bodenseebibliothek in der Katharinenstraße 55 in Friedrichshafen. Erster Bürgermeister Andreas Hein begrüßt die Gäste. Außerdem sprechen Dr. Bernd Reichelt und Katharina Witner, M.A. vom Forschungsbereich Geschichte und Ethik in der Medizin, ZfP Südwürttemberg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm sowie Stadtarchivar Jürgen Oellers.

Informationen:
Die Ausstellung kann bis Freitag, 11. September 2026 Uhr im Stadtarchiv in der Katharinenstraße 55, 2. Obergeschoss, besichtigt werden. Öffnungszeiten: außer montags, täglich von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter 07541 / 203-55100 und per E-Mail .