Freitag, 15. Mai 2020

Kitas schrittweise zum eingeschränkten Regelbetrieb

Das Land hat angekündigt, dass ab Montag, 18. Mai die Kindertageseinrichtungen schrittweise in einen eingeschränkten Regelbetrieb mit 50 Prozent Kapazität gehen sollen. Eine neue Corona-Verordnung des Landes und Vorgaben zur Umsetzung dieser schrittweisen Öffnung liegen jedoch noch nicht vor. Die Stadt geht davon aus, dass voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche der eingeschränkte Regelbetrieb angeboten werden kann.

Bis Mittwoch hatte das Land noch eine erneute Erweiterung der Notbetreuung, etwa für Alleinerziehende und Vorschulkinder angekündigt. Am Donnerstag teilte das Land dann mittels Pressemitteilung mit, dass die Kindertageseinrichtungen ab Montag in einen „eingeschränkten Regelbetrieb“ gehen sollen. „Das ist natürlich alles unglaublich kurzfristig und lässt kaum Planung, Organisation und Umsetzung zu“, sagt Andreas Köster, als Bürgermeister unter anderem zuständig für Bildung und Betreuung. „Wir hätten uns etwas mehr Zeit gewünscht, denn auch Eltern benötigen verlässliche und planbare Angebote.“

Das Land hat angekündigt, einen „Rahmen“ vorzugeben, der „Spielraum für individuelle Konzepte vor Ort“ ermöglichen soll. Da die Details dazu noch nicht veröffentlich wurden, hatte das Land zugleich eingeräumt, dass eine Umsetzung und Ausweitung der Betreuung nicht „von heute auf morgen“ umgesetzt werden könne. In der Pressemitteilung des Landes wird angekündigt, dass der rechtliche Rahmen in der nächsten Änderung der Corona-Verordnung der Landesregierung aufgenommen wird, die voraussichtlich am Samstag notverkündet wird.

„Wir freuen uns sehr, dass wir als Stadt gemeinsam mit den Trägern nun bald wieder mehr Kinder betreuen können und werden alles daran setzen, möglichst gute Lösungen zu finden“, betont Köster. „Sobald wir die Regeln kennen, gehen wir in Planung und Umsetzung – denn wir wissen, wie sehr Eltern und Kinder auf die Betreuungsangebote angewiesen sind.“ Aufgrund der Ankündigung des Landes müsse man aber damit rechnen, dass wegen der schrittweisen Ausweitung zum „eingeschränkten Regelbetrieb mit 50 Prozent der Kita-Kapazität“ nicht alle Betreuungsbedarfe und Wünsche der Eltern erfüllt werden können. Die Stadt und die weiteren Träger der Kitas in Friedrichshafen werden in den nächsten Tagen direkt mit den Eltern in Kontakt gehen und sie laufend über die nächsten Schritte und Möglichkeiten informieren.