Freitag, 20. März 2020

Feuerwehr Friedrichshafen leistet wertvolle Hilfe

Die 318 Aktiven der Feuerwehr Friedrichshafen blicken auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Außerdem engagieren sich 115 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 112 frühere Einsatzkräfte gehören der Altersfeuerwehr an. 2019 wurde die Feuerwehr Friedrichshafen zu 918 Einsätzen in Friedrichshafen und den Ortschaften gerufen.
Feuerwehrleute bei Tunnelübung.

Die Einsätze stiegen in den vergangenen 19 Jahren auf über das Doppelte an. Im Jahr 2000 rückte die Feuerwehr zu 442 Einsätzen aus. 2019 wurden sie 918 Mal zu Einsätzen gerufen. 2018 waren es insgesamt 833 Einsätze. Das bisher einsatzstärkste Jahr war 2017. Damals rückte die Feuerwehr 1.119 Mal aus.

Aufgeteilt haben sich die 918 Einsätze in 173 Brände und 125 Mal lösten Brandmeldealarme aus. Insgesamt 447 Mal leistete die Feuerwehr technische Hilfeleistungen, wie beispielsweise Rettungseinsätze für die Erstversorgung von Verletzten.  Überlandhilfe erfüllte die Friedrichshafener Wehr 44 Mal. 129 Mal wurde sie zu sonstigen Einsätzen gerufen, darunter beispielsweise Verkehrsunfälle.

„Sie schützen die Bevölkerung in unserer Stadt. Und das ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig. Auf die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Feuerwehr Friedrichshafen können wir uns jederzeit verlassen. Es ist unschätzbar, was sie zum Wohle der Gesellschaft leisteten. Ohne sie wäre das hohe Sicherheits-Niveau nicht denkbar“, dankt Bürgermeister Dieter Stauber den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr.

Die Feuerwehr Friedrichshafen besteht aus den Abteilungen Friedrichshafen (169 Personen), Ailingen (92 Personen), Ettenkirch (70 Personen), Kluftern (94 Personen), Raderach (31 Personen) und Fischbach (60 Personen). Der Feuerwehr Friedrichshafen gehören 29 hauptamtliche Kräfte an. Die restliche Mannschaft (516) besteht aus freiwilligen Kräften. 

Eindrucksvoll hat die Feuerwehr ihren Leistungsstand auch 2019 unter Beweis gestellt. Zu den Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger Friedrichshafen gehören die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung, Gefahrenguteinsätze und Brandsicherheitswachdienste. Außerdem wird die Häfler Wehr auch als Öl- und Schadenswehr auf dem Bodensee eingesetzt. Für den Bodenseekreis fungiert die Feuerwehr Friedrichshafen als Stützpunktfeuerwehr für die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung und Aufgaben für den Umweltschutz.

Immer häufiger sieht man die roten Feuerwehrfahrzeuge an Unfallorten. Wer einen Unfall hat und ärztlich versorgt werden muss, der erwartet nicht unbedingt die Feuerwehr. Durch eine Änderung im Rettungsdienstgesetz wurde das bereits bestehende „Helfer-vor-Ort“-System verändert, so dass es häufig vorkommt, dass Rettungssanitäter der Feuerwehr Friedrichshafen tagsüber die Erstversorgung verunfallter Menschen übernehmen.

„Unsere Aufgabe besteht darin, die Versorgung des Patienten zu übernehmen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Als Helfer vor Ort überbrücken wir die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes und des Rettungswagens“, erklärt Louis Laurösch, Stadtbrandmeister. Sobald der Rettungsdienst vor Ort ist, übergeben die „Helfer-vor-Ort“ den Patienten und informieren den Rettungsdienst.   Die ausgebildeten Rettungssanitäter der Feuerwehr kommen zum Einsatz, wenn sie den Unfallort schneller erreichen können, als der Rettungsdienst. Sie werden von der Integrierten Leitstelle beim DRK gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert. „Es ist eine hohe Verantwortung, die die Helfer vor Ort übernehmen. Dank ihrer Ausbildung können sie aber schnell qualifizierte Hilfe leisten und so verunfallten Menschen sofort helfen und unter Umständen das Leben retten“, so Laurösch.

Damit die Mitglieder der Feuerwehr immer auf den neuesten Stand sind, absolvieren sie zahlreiche Lehrgänge, wie Atemschutzlehrgänge, Sprechfunker-Lehrgänge, Lehrgänge zur Hilfeleistung und Brandbekämpfung auf Binnenschiffen, LKW-Einsatzfahrtentrainings und vieles mehr.

Damit die Feuerwehr für alle Einsätze gewappnet ist, unterhält sie einen vielfältigen Fuhrpark mit rund 42 Fahrzeugen, die auf die Feuerwache Friedrichshafen und die Feuerwehrhäuser Ailingen, Fischbach, Raderach, Kluftern und Ettenkirch verteilt sind. 2019 wurde der Fuhrpark um drei neue Fahrzeuge aufgestockt: einen Kommandowagen, ein Kleinlöschfahrzeug, ein Kleineinsatzfahrzeug sowie ein neues Arbeits- und Feuerlöschboot.

Auch für 2020 stehen wieder vielfältige Herausforderungen und Veränderungen an. Nach dem Feuerwehrbedarfsplan sollen die hauptamtlichen Kräfte aufgestockt werden. Somit kann ab April auch die Funktionsbesetzung werktags nachts eingeführt werden. Auch der derzeit im Bau befindliche B31-Tunnel Waggershausen wird die Feuerwehr einsatztaktisch und ausbildungstechnisch vor neue Aufgaben stellen.

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kommt den Einsatzkräften eine hohe Aufmerksamkeit und Bedeutung zu. Daher wurden bereits frühzeitig die Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Friedrichshafen verschoben, ebenso finden bis auf weiteres keine gemeinsamen Übungen mehr statt, um die volle Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.