Montag, 18. Mai 2020

Eingeschränkter Regelbetrieb in den Häfler Kitas

In Friedrichshafen bereiten 44 Kindertageseinrichtungen den eingeschränkten Regelbetrieb vor, den das Land mittels Corona-Verordnung am Samstag bekannt gegeben hat. Ab Mittwoch, 20. Mai, wollen Stadt und die neun weiteren Kita-Träger den eingeschränkten Regelbetrieb umsetzen.

Das Land gibt vor, dass beim eingeschränkten Regelbetrieb maximal 50 Prozent der Kitaplätze belegt werden dürfen, das heißt, die Gruppen werden halbiert, sodass jeweils nur die Hälfte der Kinder in der Kita und in der Gruppe betreut wird. Wie genau das umgesetzt wird, überlässt das Land den Kommunen und den Trägern. Bei regulärem Betrieb stehen derzeit 2.765 Kita-Plätze im Stadtgebiet zur Verfügung.

Kinder mit Anspruch auf Notbetreuung

Die Kita-Träger werden wie bisher die Kinder, die Anspruch auf Notbetreuung haben, bei der Belegung zuerst berücksichtigen. Das sind bisher insgesamt 235 Kinder. Bei einer Belegung bis zu 50 Prozent können damit in der gesamten Stadt weitere 1.148 Plätze  belegt werden. Einzelne Einrichtungen sind jedoch bereits nahe an der Belegung von 50 Prozent durch Kinder in der Notbetreuung, sodass die Belegung von weiteren Plätzen von Kita zu Kita unterschiedlich ausfällt.

Weitere Plätze nach Prioritäten

Die weiteren Plätze sollen in allen Kitas nach Prioritäten vergeben werden, die in gemeinsamen Orientierungshinweisen von Städtetag, Gemeindetag und den kirchlichen Trägerverbänden auf Landesebene abgestimmt worden sind: Sind die Kinder mit Anspruch auf Notbetreuung vorsorgt, dann sollen Kinder mit Förderbedarf nach der öffentlichen Jugendhilfe und Kinder mit erschwerten Bedingungen in den Familien berücksichtigt werden. Auch soll ein angemessener Puffer eingebaut werden, um „Nachzügler“ dieser bevorzugt zu betreuenden Kinder noch versorgen zu können.

Plätze für alle weiteren Kinder mit Kita-Platz

Kitas, die nach der Belegung der Plätze nach Prioritäten noch Platz haben, vergeben diese im rollierenden System: Entweder kommt ein Teil montags, mittwochs und freitags, der andere Teil dienstags und donnerstags – und in der folgenden Woche dann umgekehrt – oder es findet ein wöchentlicher Wechsel statt. Welches System gewählt wird, entscheidet der Träger oder die jeweilige Einrichtung. Die Abrechnung der Kitagebühren erfolgt entsprechend der jeweiligen Vereinbarung und angepasst an die tatsächliche Betreuung.

Hygiene- und Verhaltensregeln für Kinder, Personal und Eltern

Durch die Halbierung der Gruppen und die Betreuung in festen Gruppen durch möglichst gleichbleibendes Personal soll der Infektionsschutz möglichst gut gewährleistet werden. Für jede Einrichtung wurde außerdem ein Hygieneplan festgelegt, sodass eine häufigere Reinigung sichergestellt wird. Eltern und andere Personen sollen die Einrichtung nur betreten, wenn es unvermeidbar ist und einen Mundschutz tragen sowie die Hände desinfizieren.

Für das Personal gelten besondere Verhaltensregeln: Die Beschäftigten müssen das Abstandsgebot von 1,5 Metern ebenso wie die Corona-Hygieneregeln einhalten. Dazu gehören beispielsweise häufiges und sorgfältiges Händewaschen mit Seife, die Hände vom Gesicht fernzuhalten, Husten- und Niesen in Armbeuge oder Taschentuch, Trinkgläser, Geschirr und Besteck sollen immer nur von einer Person benutzt werden. Diese Regeln sollen auch mit den Kindern eingeübt und umgesetzt werden. Besonders auf das gründliche Händewaschen ist zu achten.