Mittwoch, 24. Februar 2021

Bürgerkarte: Förderung lebendiger Innenstädte

Mit der Bürgerkarte werden der lokale Handel und das bürgerschaftliche Engagement gestärkt – in Zeiten der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Die Stadt Friedrichshafen fördert das Projekt.
Banner Bürgerkarte Bodensee-Oberschwaben

Das Prinzip der Bürgerkarte basiert auf dem fairen Miteinander von Wirtschaft und Gemeinwohl. Durch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen und Einschnitte werden immer mehr Bürgerinnen und Bürger, Förderprojekte und Unternehmen auf die Bürgerkarte aufmerksam. Aus dieser Entwicklung heraus und da die Auswirkungen der Corona-Pandemie langfristiger Natur sind, hat die Bürgerstiftung Kreis Ravensburg den Sonderfonds ein weiteres Mal aufgestockt. Damit erhalten Förderprojekte weiterhin das verdoppelte Guthaben bei lokalen Einkäufen mit der Bürgerkarte. Auch die Stadt Friedrichshafen fördert das Projekt aus dem Förderbudget für Bürgerschaftliches Engagement.

Im Jahr 2020 ist bei der Bürgerkarte Bodensee-Oberschwaben – auch der Pandemie geschuldet – viel passiert. Durch die Corona-Beschränkungen sind vielen Vereinen und gemeinnützigen Projekten die Einnahmequellen weggebrochen, der Onlinehandel hat enorme Umsatzzuwächse verzeichnet, EinzelhändlerInnen bangen um ihre Existenz und zuvor lebendige Innenstädte drohen zu veröden.

Die Bürgerkarte ist ein einfaches Instrument, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Wer mit der Bürgerkarte lokal einkauft, stärkt nicht nur den lokalen Handel, sondern auch das bürgerschaftliche Engagement. Bei jedem Umsatz mit der Bürgerkarte wird ein Förderprojekt, das sich zuvor kostenlos auf der Plattform von BÜRGER-vermögen-VIEL registriert hat, als Dankeschön für den lokalen Einkauf vom Händler unterstützt. Welches Projekt von den Bürgerkarten-Anbietern mit 1,8 % des Einkaufswertes gefördert wird, entscheidet der Bürger oder die Bürgerin direkt beim Einkauf.

„Die Bürgerkarte fördert lebendige Innenstädte und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort ebenso wie das ehrenamtliche Engagement, das durch Vereine oder die Nachbarschaftshilfe gerade auch in der Corona-Krise breite Anerkennung gefunden hat. Alle Seiten profitieren von einem wachsenden lokalen Umsatz und regionalen Wirtschaftskreisläufen: Bürgerinnen und Bürger, Förderprojekte, Geschäfte, die Städte und die Region.“, fasst Landrat Harald Sievers, Schirmherr der Bürgerkarte Bodensee-Oberschwaben, die Vorteile zusammen. Er hofft, dass sich noch mehr Menschen beteiligen, denn je häufiger die Bürgerkarte genutzt wird, desto größer sind die positiven Effekte für die Region.  

Die Anzahl der Förderprojekte hat sich der Regionalgruppe in 2020 zufolge fast verdoppelt von 41 auf 76 Förderprojekt. Es gibt zudem sieben neue Anbieter in der Region Bodensee-Oberschwaben, darunter in Friedrichshafen das Schreibwaren-Geschäft Gut, der Bioladen Greenbox und der Kinder-Second-Hand-Laden Rosarot und das Hotel Restaurant Maier in Fischbach.

Über die Bürgerkarte

Die Bürgerkarte wurde vom Verein BÜRGER-vermögen-VIEL e.V. ins Leben gerufen. Das Bürgerprojekt ist mehrfach ausgezeichnet und prämiert. Die Karte funktioniert anonym und erfordert keine persönlichen Daten. Das Nachhaltigkeitsnetzwerk wirundjetzt e.V. hat die Bürgerkarte in der Region Bodensee-Oberschwaben im Jahr 2017 als Träger aufgebaut. In der Region akzeptieren derzeit 32 Anbieter die Bürgerkarte und 76 Förderprojekte sind angemeldet.

Weitere Informationen unter: www.bvvbo.de
Anmeldung zum Newsletter unter www.buergerkarte-bodensee-oberschwaben.de/newsletter/

Quelle: Bürgerkarte Bodensee-Oberschwaben